Google fotografiert ganze Städte

Oktober17

Wat dem enen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall.

Seit einigen Tagen ist Google damit beschäftigt Hamburger Straßenzüge mit Hochleistungskameras zu fotografieren. Was in Hamburg niemanden aufzuregen scheint, hat in Schleswig-Holstein bereits die Gerichte beschäftigt und zu Verboten für Googles Vorhaben geführt. Während Stefan Keuchel, Sprecher von Google Deutschland, einen baldigen virtuellen Stadtrundgang im 360-Grad-Modus anpreist, sehen Anwohner und Datenschützer ein Ausspionieren der Anlieger. Denn einerseits ist ein virtueller Rundgang optisch eine ganz hübsche Sache, was jedoch verschwiegen wird, ist die Tatsache, dass die so ermittelten Daten natürlich auch anderweitig gespeichert und gewinnbringend genutzt werden können. Ich erinnere nur an die, in den letzten Wochen so viel diskutierten käuflichen Adressdateien mit wichtigen Informationen über vollkommen überraschte Bürger von denen man sogar die Bankverbindungen erkaufen konnte. Eine Bankverbindung steht natürlich nicht an der Hauswand die von Google-Kameras erfasst wird. Aber bessere Informationen über die finanzielle Situation eines Anwohners kann man kaum erhalten.

Man sollte sich fragen, ob Google wirklich so selbstlos ist und den Mitmenschen immer wieder so nette Geschenke macht, weil man ja zu den „Guten“ gehören will, oder ob dahinter eine ausgefeilte Strategie steckt, und sich die Dinge irgendwann als das genaue Gegenteil entpuppen. Bei einem Marktanteil von über 90 % bei Suchmaschinen habe ich da ein etwas beklemmendes Gefühl.

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