Vor- und Nachteile von Ajax

November1

Der Einsatz von Ajax in Webanwendungen erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. Das verwundert auch wenig, denn die Vorteile von Ajax liegen auf der Hand. Durch den Einsatz dieser modernen Technologie kann man den Besuchern der Webseite durchaus einen Mehrwert bieten. Auch der Betreiber der Webseite kann direkt von Ajax profitieren.

Ajax ermöglicht das dynamische Nachladen von Teilen der Webseite

Soll beispielsweise nur wenig Text in eine komplexe Seite nachgeladen werden, müsste man mit herkömmlichen Methoden die angezeigte Seite komplett neu aufbauen, das kostet natürlich Zeit und Bandbreite. Durch Ajax wird dagegen nur der tatsächlich benötigte Teil der Seite nachgeladen und in den bereits vorhanden Teil der Seite eingefügt.

Die Benutzerfreundlichkeit der Webseite kann erhöht werden

Falls die Webseite Funktionen anbietet, die auf dem Webserver grosse Rechenlast verursachen und vielleicht auch das Nachladen grosser Mengen an Daten veranlassen, muss der Besucher eventuell eine Weile auf eine Antwort der Webseite warten. Ajax ermöglicht eine komplexe Fortschrittsanzeige. Der Benutzer sieht dann, dass die Webseite weiterhin normal arbeitet und kann abschätzen, wie lange er auf das Ergebnis warten muss.

Klassisch programmierte Webseiten koennen die Aktivität des Servers so nicht darstellen. Der Benutzer kann sich dann nicht sicher sein, ob überhaupt noch ein Ergebnis erscheinen wird und wann das sein wird, oder ob die Webseite einfach nicht mehr reagiert.

Wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten

Damit Ajax überhaupt funktioniert, muss der Besucher der Webseite Javascript aktiviert haben. Ausserdem tun sich Suchmaschinen schwer mit Javascript. Bisher gibt es, nach meinem Kenntnisstand, keinen Bot, der reine Ajax Seiten indexieren kann. Im Suchmaschinen-Index landet dann allenfalls die URL einer Seite, aber keinerlei Inhalt.

Das so kein gutes Ranking erreicht werden kann, sieht man gut an einigen Web 2.0 Anwendungen.
Diese bieten zwar teils völlig neue, teils sinnvolle Funktionen und Inhalte für den Besucher, werden aber von eben diesen nicht gefunden, weil Google und Co nichts davon erfahren.

So macht Ajax die Webprogrammierung komplizierter, denn damit sowohl Besucher mit deaktiviertem Javascript, als auch die Suchmaschinen-Bots auf den Inhalt einer Webseite zugreifen können, muss schon in der Planungsphase einer Webseite auf diese Anforderung eingegangen werden.

Neben dem neuen asynchronen Nachladen von Inhalten, muss weiterhin das klassische „Neu Laden“ ganzer Seiten funktionieren. Alle Inhalte einer Seite müssen also auch über statische URLs zu erreichen sein. Neben dem onClick Event muss es also auch „a hrefs“ geben.

Selbst wenn Ajax korrekt im Browser des Besuchers ausgeführt werden kann, müssen einige Dinge bedacht werden

Komplett in Ajax realisierte Webseiten erzeugen nicht selbstverständlich neue URLs, wenn sich der Seiteninhalt ändert. Die URL http://www.meine-seite.de/ bleibt also auch dann unverändert, wenn sich der Besucher schon ganz tief in die Seite vorgearbeitet hat.

Leider sind so aber weder Lesezeichen möglich, noch kann der Benutzer die „Vor“ und „Zurueck“ Schaltflächen des Browser benutzen.

Doch auch dieses Hinderniss kann überwunden werden. Javascript bietet eine Möglichkeit, die URL einer Webseite zu ändern, ohne dass die Webseite erneut aufgebaut werden muss. Diese Technik ermöglicht Lesezeichen und das Vor- und Zurücknavigieren in vielen Browsern. Im Internet Explorer muss man dagegen etwas anders vorgehen.

Da der Internet Explorer die geänderten URLs einfach ignoriert (nur tatsaechlich http-Anfragen erzeugen einen Eintrag in der Verlaufsliste), kann man ein verstecktes iframe auf der Webseite platzieren. Immer wenn nun per Ajax der Seiteninhalt geändert wird, erzwingt man ein erneutes Laden des iframes mit der geänderten URL.

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