Make it real!

Februar20

XING, StudiVZ, Facebook, LinkedIn und und und- die Liste der Online-Netzwerke, die der geneigte Internet-Durchschnittsuser tagtäglich absurfen „muss“ wird immer länger, während die Tage unerbittlich in ihrem alten 24-Stunden-Rhytmus verharren und sich nicht an die neuen Zeiten anpassen mögen.

Die durchschnittliche Verweildauer je User, Netzwerk liegen zwischen einer knappen Stunde (XING) und gut 4 Stunden (Lokalisten, MySpace) monatlich. Berücksichtigt man, dass der Trend immer mehr dazu geht, in mehreren Netzwerken angemeldet zu sein, kommen da leicht ein, zwei Tage im Monat zusammen- Zeit, die für andere Aktivitäten einfach fehlt.

Ich will als Arbeitgeber hier jetzt nicht darüber lamentieren, dass wertvolle Arbeitszeit verlorengeht. Es gibt zwar ernstzunehmende Meinungen dazu, dass selbst die Business-Netzwerke wie XING oder LinkedIn nicht wirklich zu mehr Business führen (siehe hierzu z.B. Damian Sickings lesenswerten Beitrag auf heise resale), aber das soll hier nur am Rande notiert sein. Mir geht es vielmehr darum, dass man über die ganze Web2.0-Euphorie nicht RealWorld1.0 vergessen sollte. Mir jedenfalls geht es so, dass die interessantesten Kontakte, die ich in der virtuellen Welt pflege, genau die sind, die ich auch in der realen schätze (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel). Zwar finde ich es schon faszinierend, über Tausende Kilometer hinweg quasi in Echtzeit verfolgen zu können, was ehemalige Kommilitonen, Schulfreunde und Weggefährten so treiben und umtreibt- aber spätestens, wenn die Situation eskaliert wie auf dem Siegerfoto des creativ ’08-Wettbewerbs meiner Lieblings-Computerzeitschrift c’t, dann ist der Spaß vorbei…

Wirksame Mittel gegen solche Auswüchse- auch für Online-Marketing-Begeisterte-  sind reale Treffen (wie z.B. auf unserem Hamburger Affiliate-Stammtisch oder ähnliche Networking-Treffen) und Unternehmungen (wie z.B. einen Tagesausflug mit Kindern im Großraum Hamburg). Vor- und Nachbereitung können dann ja gerne wieder online erfolgen- aber für diese kostbaren Zeiten selbst gilt das, was Peter Lustig, Idol meiner Kindheit, am Ende seiner Sendung Löwenzahn immer noch unerreicht mit einem Wort auf den Punkt brachte: „ABSCHALTEN“.

In diesem Sinne wünsche ich allen Onlinern unbeschwerte Offline-Zeiten- genießt Sie!

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