Google startet interessenbasierte Werbung

März13

Der Suchmaschinen-Riese Google führt ab April das „Interest Based Advertising“ ein.

Bislang hat Google seine Werbung lediglich am Inhalt der Webseite bzw. des jeweiligen Onlineangebots ausgerichtet. Am 9. April wird Google zunächst im Rahmen einer geschlossenen Beta-Phase mit der Auslieferung von Interest Based Ads aufYouTube sowie im Google-Content-Netzwerk beginnen. Dann wird eine geringe Anzahl an Werbetreibenden in den USA und Europa Versuche mit Interest Based Ads starten. Bis dahin sollen möglichst viele Publisher des AdSense-Netzwerks den Nutzungsbedingen zustimmen, damit die Datensammlung beginnen kann.

Interessenbasierte Anzeigen sollen es Advertisern ermöglichen, die gewünschte Zielgruppe möglichst präzisezu erreichen. Werbetreibende können auf Basis der Interessen und bereits getätigter Webseitenaufrufe der Konsumenten, noch gezielter mit diesen in Kontakt treten undim Rahmen des neuen Angebots ihre Anzeigen präsentieren. Dem Internetnutzer sollen zukünftig bereits beim Surfen auf Seiten des Google Content-Netzwerks und auf YouTube die passenden Botschaften und Angebote angezeigt werden.

Wenn sich ein Nutzer beispielsweise im Novemer auf einer Floristik-Webseite über winterfeste Pflanzen informiert hat, könnte der Webseitenbetreiber den Nutzer im Februar auf die neu eingetroffene Frühjahrs-Blumen hinweisen.

Nutzer, die auf Webseiten des Google Content-Netzwerks oder auf YouTube waren, bekommen demnach Werbeanzeigen angezeigt, die auf ihren thematischen Interessen basieren.

Verbringt ein Nutzer viel Zeit damit, sich Musikvideos auf YouTube und Musik-Webseiten im Google-Content-Netzwerk anzusehen, wird er von dem neuen System als Musikliebhaber eingestuft. Entsprechend werden im Google Content-Netzwerk sowie auf YouTube für diesen Nutzer vermehrt Musik-bezogene Werbeanzeigen eingeblendet.

Da die hierfür erforderliche Datenspeicherung, also der Speicherung der von den Internetnutzern besuchten Webseiten bzw. genutzten Angebote für reichlich Aufsehen gesorgt hat, will Google auf den Datenschutz der User Rücksicht nehmen und mehr Transparenz und Kontrolle der Werbeeinblendungen ermöglichen. Sämtliche an Google gesendeten Informationen werden ohne persönliche Daten (z. B. Name oder Adresse) in anonymen Cookies gespeichert. Google betont auch, dass für die Interest Based Ads keinerlei sensible Kategorien, wie etwa Gesundheit oder sexuelle Ausrichtung verzeichnet werden. Auch spricht Google nur von Daten, die über AdSense und YouTube gesammelt werden, viele weitere Datenquellen (Google Suche, Analytics, etc.) werden also nicht berücksichtigt.

Mit dem „Ad Preferences Manager“ können die Nutzer die Anzeigen selbst steuern. Dieses Tool ist ab sofort verfügbar. Hier können Nutzer ihre Interessenkategorien einsehen, selber anpassen und auch entfernen. Ebenso können sie sich dafür entscheiden, ganz auf Interest Based Ads zu verzichten. Der Ads Preferences Manager steht allen Online-Nutzern ab dem 11. März unter www.google.com/ads/preferenceszur Verfügung. Dort werden alle wichtigen Informationen zum Thema Interest-Based Advertising zusätzlich in einem Video veranschaulicht.

Alle Webseitenbetreiber, die Partner des Google Content-Netzwerks sind, haben bis zum 8. April 2009 Zeit, ihre Datenschutzerklärungen anzupassen und ihre Nutzer darüber zu informieren, dass ihnen bei einem Besuch dieser Webseiten Interest Based Ads angezeigt werden könnten.

Im Laufe der folgenden Monate werden die Beta-Tests weitere Werbetreibende in den USA, Europa, dem Mittleren Osten und Afrika ausgeweitet.

Bis Ende des Jahres sollen alle Werbetreibende die Möglichkeit zur Schaltung von Interest Based Ads über das AdWords-System erhalten.

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