10 goldene Regeln für Ihren Onlineshop

Juni11

Abmahnungen – die rote Karte im Geschäftverkehr – ist eines der umstrittensten Themen im Geschäftsverkehr. Und fast jeden, der ein Online-Business betreibt hat es schon einmal erwischt. Kurz vor dem wohlverdienten Wochenende flattert eine Abmahung der Wettbewerbszentrale oder eines Konkurrenten herein. In dieser wird man dann unter Hinweis auf zahlreiche Paragraphen und Urteile auf angebliche Rechtsverstöße hingewiesen und aufgefordert, eine sog. „strafbewehrte Unterlassungserklärung“ abzugeben. Meistens bleiben dafür nur wenige Tage Zeit und somit besteht dringender Handlungsbedarf.

Zu einem professionellen Internetauftritt gehört heutzutage, diesen rechtssicher zu gestalten. Die rechtlichen Anforderungen sind derart vielfältig und die einhergehende Abmahngefahr ist so groß, dass dieser Aspekt nicht vernachkässigt werden sollte. Die folgenden 10 goldene Regeln zeigen, wie man den häufigsten Abmahngründen vorbeugen und sich so vor unliebsamen Ãœberraschungen schützen kann:

1. Verwenden Sie eigene Inhalte, Foros, Layouts, Grafiken und Texte. Kopieren Sie diese niemals von anderen Webseiten. Wer diese ungefragt von einer anderen Website übernimmt, geht ein hohes Abmahnrisiko ein. Dies gilt überigens auch dann, wenn man gutgläubig davon ausgegangen ist, ein bestimmtes Bild könnte z.B. gratis verwendet werden.

2. Kopieren Sie keine AGB von anderen Webseiten, sondern lassen Sie sich eigene, individuelle AGB professionell erstellen. Fehlerhafte Formulierungen in den AGB sind einer der häufigsten Abmahngründe. Häufig abgemaht wird vor allem dann, wenn das Kleingedruckte die Verbraucherrechte beschränkt (z.B. wenn die Gewährleistung und Haftung ausgeschlossen ist oder nur unzureichend über das Widerrufsrecht informiert wird).

3. Informieren Sie Ihre Kunden vollständig und deutlich über das Widerrufs- und Rückgaberecht. Schränken Sie die gesetzlichen Verbraucherrechte zum Gewährleistungsrecht nicht ein.)

4. Preisangabenverordung: Nettopreise sind tabu. Alle Nebenkosten müssen deutlich angezeigt werden, z.B. Lieferung und Versand.

5. Verwenden Sie rechtssichere Datenschutzbestimmungen und achten Sie auf den Datenschutz. Der Kunde muss so früh, wie möglich über die Verarbeitung, Nutzung sowie über Art, Umfang unf Zweck der Datenerhebung unterrichtet werden. Sollen die Daten über die Besteluung hinaus z.B. für Werbe- oder Marktforschungszwecke verwendet werden, ist eine gesonderte Bestätigung des Kunden erfroderlich. Sollen die Daten auch an Dritte weitergegeben werden dürfen, muss dies in den Datenschutzbestimmungen drucktechnisch hervorgehoben werden, z.B. durch Fettdruck oder Untersteichung.

6. Das vollständige Impressum muss von jeder Seite Ihres Webauftritts stets leicht aufrufbar sein. In ein ordentliches Impressum, welches gleichzeitig als Visitenkarte des Onlineshops gilt, gehören folgende Informationen: Name (Vor- und Zuname müssen angegeben werden!), und Anschrift des Händlers (die Angabe eines Postfachs reicht nicht aus), die Rechtsdorm des Unternehmens und der Vertretungsberechtigte (z.B. der Geschäftsführer einer GmbH), Telefonnummer, Faxnummer und Email-Adresse. Bei Firmen, die in das Handelsregister eingetragen sind, kommen noch folgende Pflichtangaben hinzu: Name des Handelsregisters, Registernummer, sowie die Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Bei verschiedenen spezialisierten Berufen, wie Ärzten, Apothekern, etc. müssen zusätzliche Angaben zur Berufsbezeichnung, zur Kammerzugehörigkeit, sowie zu der jeweiligen Aufsichtsbehörde und den jeweiligen berufsrechtlichen Regelungen gemacht werden.

7. Wer mit Elektro- und Elekrtonikgeräten handelt, muss unbedingt das Elektogesetz beachten. Danach müssen Elekto- und Elektornikgeräte, die nach dem Stichtag 13. August 2005 in der EU in den Verkehr gebracht worden sind, dauerhaft so gekennzeichnet sein, dass der Hersteller eindeutig zu identifizieren ist.

8. Bei Textilien muss angegeben werden, aus welchen Rohstoffen sich das Produkt zusammensetzt.

9. Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel: Angaben zum Nährwert und zur positiven gesundheitlichen Wirkung der Produkte sind nur nach den Vorgaben der Health-Claims-Verordnung zulässig. Danach sind mehrwertbezogene Angaben, wie „zuckerfrei“, „fettreduziert“, oder „reich an Vitamin A“, nur noch dann zulässig, wenn die Produkte den strengen Anforderungen der Verordnung auch tatsächlich entsprechen.

10. Unbedingt die 30 Todsünden der UWG beachten.

Wer die häufigsten Abmahngründe kennt und seinen Online-Shop ensprechend fit macht, kann gelassen um die nächste Abmahnwelle herumsurfen.

Abmahnung schon da: Was nun?

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