Google Adwords Neuigkeiten 2013

Februar11

Auch in 2013 gibt es wieder neue Google-Produkte, welche Potenzial haben und einen dazu anregen, seine bisherigen Adwords-Strategien zu überdenken.

Die aktuell relevantesten Google-Produkte sind:

  • Google-Shopping
  • Communication Extensions
  • Dynamische Suchanzeigen
  • Similar Audiences
  • Search Companion Marketing
  • Erweiterte Kampagnen

 

Google-Shopping

Google-Shopping wird bald kostenpflichtig der genaue Zeitpunkt steht aber noch nicht fest. Mit dieser Änderung müssen Unternehmen nun abwägen, ob sich eine Listung der eigenen Produkte in Google-Shopping  auch weiterhin rentiert.

Sobald Google-Shopping kostenpflichtig wird, kommen auch einige Änderungen auf die Merchants zu.

So werden in Zukunft in den organischen Suchergebnissen die relevantesten Produkte zu einer Suchanfrage angezeigt. Allerdings muss dann auch für Klicks auf diese Produktanzeigen gezahlt werden.

Außerdem werden die Anzeigenerweiterungen, sofern sie oberhalb der Suchergebnisse erscheinen,  nicht mehr wie gewohnt nur für die an erster Stelle positionierten Anzeigen angezeigt, sondern auch an den Stellen 2 und 3.

Einer der Benefits von Google-Shopping ist, dass die Anzeigen mit diesen Produkterweiterungen einen größeren Teil, der Fläche des sichtbaren Bereichs einnehmen als bisher. Daraus resultiert im Idealfall eine verbesserte CTR, da man unter anderem auch die Konkurrenz weiter aus dem sichtbaren Bereich verdrängt.

Ein weiterer  Vorteil dieser Anzeigenerweiterungen ist, dass sie den Usern mehr Informationen auf einmal vermitteln können als bisher. Durch die erhöhte Zahl an relevanten Informationen verbessert sich idealerweise die Qualität der Klicks und somit auch die Conversion-Rate.

 

Dynamische Suchanzeigen

Dynamische Suchanzeigen sind Textanzeigen, welche nicht  individuell erstellt werden müssen. Um die Anzeigen individuell und automatisch den Suchanfragen anzupassen, nutzt Google die Technologie zum Crawlen organischer Inhalte. Mit dieser Technologie werden die Inhalte einer Website regelmäßig bei Google indexiert bzw. aktualisiert.

Die dynamischen Suchanzeigen nutzen diesen Index, um daraus Anzeigentexte zu generieren. So setzt sich der Anzeigentitel aus der Suchanfrage und der Anzeigentext aus dem Inhalt der relevantesten Zielseite zusammen.

Die Anzeigen nehmen ganz normal an den Auktionen bei Google teil (beispielsweise wie bei der Keyword-Insertion). Allerdings werden diese Anzeigen zurück gehalten, wenn es bereits Anzeigen gibt, welche einen direkten Keywordbezug haben.

Zu beachten ist, dass sich dieses Produkt nicht gut bei Seiten mit vielen Flash Elementen eignet, da diese von den Suchmaschinen nur unzureichend ausgelesen werden können.

Ideal geeignet ist diese Form der Suchanzeigen für Unternehmen mit einem sehr großen oder einem sehr wechselhaften Angebot.

Eher ungeeignet ist dieses Produkt für Unternehmen, bei welchen das Branding sowie der Inhalt und die Ausrichtung der Kampagne unabdingbar sind.

Die Zeitersparung durch diese Anzeigen erkauft man sich durch Kontrollverlust.

 

Communication Extensions

Ebenfalls ein neues Google-Produkt für Advertiser ist die so genannte Communication Extension. Diese vereinfacht es Werbetreibenden, Anmeldungen zu Newslettern o.ä. zu generieren.

Dies funktioniert über ein Feld direkt in der Anzeige, in welches die potenziellen Empfänger des Newsletters ihre Kontaktdaten eintragen können.

Die Einrichtung und Änderungen an dieser Extension werden auf Anfrage von Google selber vorgenommen.

In den USA ist diese Extension bereits frei zugänglich, in Deutschland ist sie jedoch noch in der Beta-Phase. 


Wie funktioniert das ganze?

  1. Ein Google-Nutzer führt eine Suche durch und stößt auf eine Anzeige mit der Communication Extension
  2. Der Nutzer gibt seine E-Mail Adresse und seinen Namen ein und meldet sich so für einen Newsletter an.
  3. Nach der Anmeldung erhält der Advertiser eine E-Mail von Google mit den zusammengefassten Informationen der User die sich angemeldet haben.

Double-Opt-in
Natürlich sollte man bei dieser Extension besonders auf rechtliche Aspekte achten. In Deutschland sind einige bestimmte Werbemaßnahmen nur nach Einwilligung des zu werbenden erlaubt. Würde man also die Adressen ohne Double-Opt-in seinem E-Mail-Verteiler hinzu fügen, so wäre dies rechtswiedrig. Hätten Sie daran gedacht?

 

Similar Audiences

Similar Audiences ist ein Beta-Feature des Google-Adwords-Retargetings.

Das Google-Adwords-Retargeting ermöglicht, Nutzern die eine Seite bereits besucht haben, mit Bannerwerbung dieser Seite zu verfolgen.

Bei Similar Audiences nutzt Google die Daten des Retargetings, um so potenzielle User, welche an einem Produkt interessiert sein könnten, zu typisieren.

Adwords kombiniert die Informationen aus den Aktivitäten eines Nutzers im Display-Netzwerk mit denen aus dem Contexttargeting, um eine Remarketing Zielgruppe zu definieren. Mit Hilfe dieser Informationen findet Adwords dann eine deutlich größere Masse an Usern, welche ebenfalls an den angebotenen Produkten interessiert sein könnten. Durch diese Form des Bahavioural Targetings sollten sich durch die erhöhte Relevanz der Anzeigen für die Zielgruppe idealerweise sowohl die Klickraten als auch die Conversionraten erhöhen.

Wie nutzt man Similar Audiences?
Google identifiziert automatisch, welche der Remarketing Kampagnen für Similar-Audiences relevant sind. Die Entscheidung, ob eine Kampagne relevant für Similar Audiences ist, wird durch Google getroffen.

Um für Similar Audiences relevant zu sein müssen unter anderem die Retargeting Listen eine bestimmte Mindestzahl von Nutzern beinhalten. Zusätzlich geht in diese Entscheidung noch mit ein, wie lange die einzelnen Nutzer bereits auf den Retargeting-Listen stehen. Ein weiteres Kriterium ist noch, welche Kategorie von Seiten der Nutzer besucht hat.

Ist man zu Similar Audiences zugelassen, so kann man es seinen Remarketing Kampagnen hinzu fügen.

 

Search Companion Marketing

Wie funktioniert Search Companion Marketing?

  1. Ein Nutzer sucht in einer beliebigen Suchmaschine nach einem Keyword
  2. Der Nutzer klickt auf eines der Suchergebnisse und gelangt so auf eine Contentseite zu diesem Thema, welche Teil des Display-Netzwerks ist.
  3. Nun könnte auf dieser Contentseite eine Search Companion Anzeige geschaltet werden, wenn sich das Keyword, auf das man bietet, mit dem deckt, welches in der Suchmaschine eingegeben wurde.

Wichtig ist hier, dass die Suche keywordbasiert ist und suchmaschinenübergreifend funktioniert. Aktuell befindet sich dieses Produkt noch in der Beta-Testphase und Search Companion Kampagnen werden von Google intern aufgesetzt und freigegeben.

 

Erweiterte Kampagnen

„Erweiterte Kampagnen“ ist eine grundlegende Änderung in Google-Adwords. Dieses Feature ist noch nicht für alle Adwords-Konten erhältlich. Ist es für ein Konto bereits erhältlich, so kann man einzelne Kampagnen gezielt für dieses Feature zulassen.

Hat man eine Kampagne auf „Erweiterte Kampagnen“ umgestellt, so erhält man weitere Targeting-Möglichkeiten. Unter anderem kann man seine Gebote auf bestimmte Endgeräte (Device), den Ort (Location) und die Zeit (Time) faktorisieren.

Mit faktorisieren ist gemeint, dass man Beispielsweise in der Stadt Hamburg 150% (Faktor 1,5) des Standardgebots bieten kann, in Berlin aber nur 50% (Faktor 0,5). Diese Faktorisierung funktioniert eben so auch für Endgeräte und die Uhrzeit.

Mit dieser Neuerung kommt noch ein kompletter Relaunch des Adwords-Editors, welcher in Zukunft über die Google-API mit dem Konto verbunden sein wird.

Ziel dieser Neuerung ist es, Marketing in dieser Multimedialen Welt zu präzisieren und das Targeting weiter zu verbessern. Dabei hilft die Steuerung der Werbespendings über das genutzte Gerät, den Ort an dem dieses verwendet wird und den Zeitraum in dem es verwendet wird.

 

Fazit

Unterm Strich gibt es eine Menge interessanter Neuerungen in Google-Adwords.

Für das Targeting im Bereich Search sind die „Erweiterten Kampagnen“ von besonderer Bedeutung. Ebenfalls wichtig für den Bereich Search sind die Communication Extensions, welche einen großen Fortschritt für die Lead-Gewinnung darstellen.

Im Display-Advertising stechen besonders die Similar Audiences im Retargeting hervor. Ebenfalls sehr interessant ist das Search Companion-Marketing.

Von den angesprochenen Neuerungen in 2013 stellen die “Erweiterten Kampagnen” die grundlegendste Änderung dar.

 

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