Mediale 2015

September22

Mediale 2015

Das Programm

Auch dieses Jahr war ein Großteil der Auszubildenden von Cramer&Consorten wieder auf der Mediale an der Universität Hamburg. Zum einen, um neue Eindrücke gewinnen zu können und zum anderen, um diese der Agentur zu Nutzen zu machen.

Das Programm ließ große Neugierde aufkommen und schnell waren die spannendsten Vorträge individuell ausgesucht.  Von Vorstellungen einzelner Unternehmen, über Vorträge rund um’s Onlinemarketing bis hin zu speziellen Projektvorstellungen war alles vertreten. Schon seit Beginn meiner Ausbildung stellte ich mir diese eine Frage: „Wie entwickelt sich die Werbung zukünftig?“. Der Vortrag mit dem Namen „Digitale Trends. Ein Versuch in die Zukunft zu schauen.“ ließ die Vermutung aufkommen, diese endlich in gewissermaßen beantworten zu können.

Der Vortrag

Der Hörsaal A, in welchem der Vortrag „Digitale Trends. Ein Versuch in die Zukunft zu schauen.“ stattfinden sollte, war überdurchschnittlich gut besucht. Vielleicht lag diese Tatsache an dem vielversprechenden Titel, vielleicht aber auch an dem Präsentierenden. Am Pult stand ein vergleichsweise junger Mann namens Martin Wiesemborski von der thjink AG. Schnell hatte er die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer, inklusive meiner, für sich gewonnen. Laut und sicher eröffnete er den Vortrag  mit der Aufforderung, einem Link via Smartphone zu folgen, auf dem wir die gesamte Zeit live abstimmen konnten. Einleitend in das Thema „Mobile & Digitale Interaktion“ zeigte er erst mal einige Fakten auf:

  • 70% „Ohne Smartphone verlasse ich das Haus nicht“
  • Es werden täglich mehr IPhones verkauft als Babys geboren
  • 40% „Ich klicke auf ein anderes Suchergebnis, wenn das erste nicht mobil optimiert ist“

Diese Fakten wirkten. Obwohl ich eigentlich wusste, wie „digitalisiert“ die Gesellschaft  heute schon ist, war ich trotzdem erschrocken. Ein weiteres großes Thema des Vortrages war die Relevanz. Ein durchschnittlicher Bürger besitzt 30 installierte Apps auf seinem Smartphone, wovon er allerdings nur 11 Apps innerhalb eines Monats nutzt. Daraus leitete er die Kernfrage ab, wie man als Marke für die Zielgruppe relevant ist: Beantwortete wurde die Frage mit drei anschaulichen Thesen und passenden Beispielen.

These 1: Curation is all

Als Beispiel stelle er den Zuhörern neben Spotify, Netflix und Amazon Instant Video den Onlineshop MODOMOTO vor. MODOMOTO ist ein Onlineshop für Männer. Durch das Ausfüllen eines kurzen Fragebogens und das individuelle „bewerten“ verschiedenster Kleidungsstücke des Users stellt MODOMOTO dem User eine persönliche Auswahl an Kleidungsstücken zusammen.

These 2: Service is king

Mit der Aussage „80% aller Marken Apps werden weniger als 1.000 Mal gedownloadet.“ Legte er den nächsten Fakt auf den Tisch. Als mögliche Gründe dafür nannte er die ungenügende Relevanz, geringe Möglichkeiten und begrenzte Individualität. Diese drei Dinge seien Voraussetzung für einen guten Service.

These 3: Smart Data for the win

Diese These untermalte nochmals die notwendige Individualität, die eine App mit sich bringen muss, um erfolgreich und Bestandteil des Lebens des Users zu sein. Viele Daten allein bringen nichts. Big Data sei nicht mehr von heute. Entscheidend seien das richtige Filtern, Verstehen, Auswerten, Hinterfragen und Nutzen der wichtigsten Daten.

These 4: Be fast. Very fast.

Interessant war die Feststellung, dass sich jedoch nicht nur die Marken bzw. Apps ändern. Sondern sich das gesamte Nutzerverhalten über die Zeit anpasst. Als Beispiel wurde Google genannt. Wo User früher noch Suchanfragen wie „Konzert samstags docks“ stellten, heißt es nun „OK Google, welche Band spielt Samstag im Docks?“. User kommunizieren neuerdings mit ihrem Smartphone. Instagram führe zu einer sehr visuellen Kommunikation. Snapchat und Persicope gehen noch einen Schritt weiter und schaffen eine ganz neue Art der zwischenmenschlichen Verbindung. Marken müssen diese Medien also nicht nur bespielen sondern verstehen, um ihre junge Zielgruppe überhaupt noch zu erreichen.

 

 

 

 

 

facebooktwittergoogle_pluslinkedinmail
Über den Autoren:
posted under Dies und Das

Email will not be published

Website example

Your Comment: