Mediale 2015 – Meine Eindrücke

September28

Die Mediale Hamburg, ein jährlich einmal stattfindender Medienkongress, lockte zwischen dem 10.09. und 11.09.15 rund 600 Besucher zu sich. Das Ereignis fand in der Universität Hamburg Dammtor statt und zog Schüler und Lehrer von Medienschulen aus ganz Hamburg zu sich. Für Azubis, Schüler und Studenten lag der Preis bei 10€, für Arbeitnehmer und allen anderen bei 15€ (für beide Tage).

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Im Folgenden werde ich meine Eindrücke von den zwei Tagen im Hinblick auf Organisation und Ablauf der Präsentationen schildern.

Eine Einführung des Kongresses fand am Donnerstag um 10:00 Uhr im Hauptgebäude der Uni statt. Dabei hielt Nico Lumma, COO (Chief Operating Officer) des Next Media Accelerator  welcher bereits zum dritten Mal die Mediale Hamburg besucht, einen interessanten und humorvollen Einleitungs-Vortrag zum Thema Internet und Social Media. Vor Beginn des Vortrages wurde ein Flip Chart genutzt, wobei das Publikum unter dem Hashtag #MedialeHamburg live-ausgestrahlte Tweets versenden konnte.

Vorträge

Do:

  • 12:00 Wirksam präsentieren ist (k)eine Blackbox
  • 13:00 Berufsfeld: Digital-Analyse (Arbeitstitel)
  • 14:30 Markenrecht
  • 15:30 Marketing-Attribution: datengetriebene Mediaoptimierung – deine neue Karriere?
  • 16:30 Visuelles Storytelling (emotionale Fotografie)

Fr:

  • 09:00 BRANDING TO GO – Digitale Markenführung – Impulse, Strategien, Design
  • 10:00 Digitale Out of Home Medien: Chancen und Risiken der Digitalisierung
  • 11:00 (Ausfall)
  • 12:00 Create the future – digitale Kreation, die begeistert
  • 13:00 Kundenbinding und CRM

Organisation & Konzept der Messe

Positiv als Messe-Neuling ist mir die Vergabe von Identifikationsbändchen statt einer klassischen Eintrittskarte aufgefallen, was den Einlass zu den Vorträgen deutlich vereinfachte. Die Vergabe der Mediale-Besucher-Bändchen sollte eigentlich vor Beginn stattfinden, verschob sich jedoch und fand erst nach dem Einleitungs-Vortrag statt. Da alle Besucher nach dem Einleitungs-Vortrag ihre Bänder holten, war die daraus resultierende lange Wartezeit nicht gerade stimmungsförderlich.

Zu Beginn erhielt jeder Besucher ein „Begrüßungs-Paket“ in Form eines Jute-Beutels, wobei sich nur der Zeitplan und der Plan des Campusgeländes als sinnvoll erwiesen. Dies erleichterte die Suche vom Uni-Hauptgebäude zum Philoturm. Somit war eine einwandfreie Orientierung möglich. Im Jutebeutel waren zusätzlich drei Zeitschriften und ein Wasserball. Beim Zeitplan mit der Ankündigung der Vorträge hätte ich mir nicht nur die Nennung der Vorträge gewünscht, sondern auch eine kurze Zusammenfassung der Inhalte. Dies führte sogar dazu, dass Besucher falsche Präsentationen besuchten.

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Zwischen den Vorträgen war an beiden Messe-Tagen genug Zeit zum Wechsel der Hörsäle. Allerdings bot nur der Donnerstag eine Mittagspause und der zweite Tag keine Essens-Pause.

Positiv aufgefallen ist mir die Möglichkeit, in der Mensa ein warmes Gericht zu erschwinglichen Preisen zu  kaufen.

Überrascht war ich über die Vielzahl des Personals, welches sich für Fragen zur freien Verfügung stellte. So konnte man überall Gespräche führen oder Informationen einholen.

Zusätzlich gab es einen Infostand der Mediale selbst sowie weitere Stände von Unternehmen, die sich vorstellen. Während viele Messestände sich mit moderner Technik via Screen präsentierten, war ich doch bei einigen Unternehmen erschrocken, dass hier mit sehr konventionellen Mitteln wie Stelltafeln die Branche „Media“ vorgestellt wurde. Als Messebesucher erwarte ich von einem Berufsfeld, das wie kein anderes am Puls der Zeit ist, einen modernen, medialen Auftritt.

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Die Nummerierung der Hörsäle machte es einfach, sich zurecht zu finden.

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Präsentationen

Allgemein waren die Vorträge gut strukturiert, wobei einer von neun besuchten Rednern durcheinander gekommen ist. Dies machte einen für mich unprofessionellen Eindruck.

Leider verspätete sich ein Redner um 15 Minuten, wobei zu Beginn nur noch die Hälfte der Zuhörer anwesend waren.

Der Redner vom Vortrag „Marketing-Attribution“ stellte sich am Anfang 10 Minuten vor, weshalb sich die Präsentation zeitlich nach hinten verschob. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Anwerbung von Azubis im Fokus stand. Ich finde, dass auf einer Messe die Fachthemen im Vordergrund stehen sollten.

Außer einem Vortrag wurden alle anschaulich durch eine PowerPoint-Präsentation untermauert, was das jeweilige Verfolgen erleichterte.

Interessant gestalteten sich fast alle Vorträge, da, wenn nötig, Grafiken und Videos zur Veranschaulichung und Unterstützung von verschiedenen Cases (Beispiel-Fällen) genutzt wurden.

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Die Art des Vortragens war sehr durchwachsen. Während einige fast durchgängig vom Skript ihres Bildschirms ablasen, trugen andere komplett frei vor. Leider waren einige Vorsteller selbst in der Mitte der Hörsäle akustisch schlecht zu verstehen.

Fazit

Für mich persönlich hat sich der Besuch der Mediale gelohnt, da ich viele Eindrücke sammeln konnte. Der Mehrwert ließe sich aber steigern, wenn die Inhalte der Vorträge im Vorfeld transparenter wären. Auch die Organisation könnte optimiert werden.

So ist das SEOconsortenmonster schon ganz gespannt auf die Mediale nächstes Jahr.

 

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