Wonderland of communication

Januar21

Kommunikation ist ein schwieriges Feld, das weiß jeder, der auf diesem Planeten lebt. Selbst wenn wir nicht sprechen, kommunizieren wir, z.B. durch Mimik und Gestik. Und wenn wir sprechen, sprechen wir auf sehr unterschiedliche Art. Dabei geht es nicht nur um einen Sender, der eine codierte Botschaft an den Empfänger sendet, der diese wiederum decodiert. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht.

Als Azubi zum Kaufmann für Marketingkommunikation bei den Consorten beschäftigen wir uns täglich mit professioneller Kommunikation.

In der Berufsschule haben wir das Thema nun auch aufgegriffen und es fasziniert mich ganz besonders, da wir alle täglich miteinander reden, Botschaften senden, empfangen, codieren und dekodieren. Welche Probleme dabei auftreten und wie leicht es zu Irrtümern kommen kann, weiß jeder aus eigener Erfahrung.

Umso spannender wird das Senden von Messages, wenn es um Werbung geht. Hier bezahlen Unternehmen für fachmännische Kommunikation mit der Zielgruppe – Missverständnisse unerwünscht! Denn das kostet Geld des Kunden und kann fatale Folgen für die beworbene Marke oder Dienstleistung haben.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel, bei dem der Kunde die Zielperson zu einer simplen Aktion mit dem Claim „bequem bestellen“ auffordert:  Das „4 Ohren-Modell“ von Schulz von Thun, das nicht nur in der Kommunikationsbranche (und in der Berufsschule) ein Klassiker ist, beschreibt, dass stets auf verschiedenen Kanälen gesendet und empfangen wird.

Das 4 Ohren- Modell geht davon aus, dass jede Nachricht auf vier Ebenen verläuft:

  1. Sachebene: Vermittelt alle nötigen Daten und Fakten einer Nachricht.
  2. Selbstkundgabe: Gibt Aufschluss über die Persönlichkeit des Sprechers/ Senders.
  3. Beziehungshinweis: Hier kommt zum Ausdruck, wie der Sprecher und der Hörer sich zueinander verhalten und wie sie sich einschätzen.
  4. Apell: Mit dem Appell will der Sprecher den Hörer veranlassen, etwas zu tun oder zu unterlassen.

Bei der Message „bequem bestellen“ läuft nicht viel Kommunikation ab, könnte man denken! Doch falsch. In nur zwei Worten steckt eine Menge Information.

Betrachten wir die Sachebene: Sie vermittelt die Information, dass man das Angebot des Kunden bestellen kann und dies auf eine für den Kunden bequeme Art.

Selbstkundgabe: Wir gehen davon aus, dass Du (Kunde) es gerne bequem hast, deshalb machen wir dir dieses Angebot. Du brauchst unsere Hilfe.

Beziehungshinweis: Wir kümmern und sorgen uns um Dich, machen Dein Leben einfacher, indem Du (Kunde) jetzt ganz einfach bestellen kannst. Wir entlasten Dich!

Apell: Bestelle!

Wer hätte gedacht, dass man mit nur zwei Worten so viel kommunizieren kann!

 

Fazit:

„gedacht” ist nicht gesagt…

„gesagt” ist nicht gehört…

„gehört” ist nicht verstanden…

„verstanden” ist nicht gewollt…

„gewollt” ist nicht gekonnt…

„gekonnt und gewollt” ist nicht getan…

„getan” ist nicht beibehalten…

(in anl. Konrad Lorenz (1903–1989), österreichischer Verhaltensforscher, 1973 Nobelpreis)

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