Das Censhare Business Breakfast in Hamburg

November22

„Channel First – Content Last: Warum Ihr Marketing umdenken muss“ war am 16.11.2016 das Thema des Censhare Business Breakfast in Hamburg. Im Ehemaligen Hauptzollamt in der Speicherstadt lud die Censhare AG zu einem opulenten Frühstück, um anschließend in verschiedenen Vorträgen die Anforderungen und Herausforderungen der heutigen digitalen Kommunikation, vor allem auf Unternehmensseite, aufzuzeigen und Impulse zu setzen, warum es sich lohnt, zuerst an Content und danach an dessen Verteilung über verschiedene Kanäle zu denken.

Eröffnung: „Channel First – Content Last“

20161116_090707_resizedEröffnet wurde die Veranstaltung mit dem gleichnamigen Vortrag „Channel First – Content Last: Warum Ihr Marketing umdenken muss“ von Egon Wilcsek, VP Global Marketing + Sales bei der Censhare AG. Er informierte zunächst über drei Herausforderungen und Realitäten im Marketing, an denen Unternehmen nicht vorbei kommen, und bot dafür verschiedene Lösungsansätze an.

  1. Echtzeitkommunikation: Die heutige Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden ist äußerst komplex und erfolgt über zahlreiche Kanäle wie E-Stores, Webseiten, Twitter, Facebook, YouTube, LinkedIn oder das Fernsehen. Zugleich werden Newsletter verschickt, es gibt verschiedene Geschäfte und Niederlassungen, APPs und Dokumente, die dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Über Social Media können Kunden gleichzeitig Kommentare abgeben, chatten und zu jeder Tages- und Nachtzeit mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Parallel führen Unternehmen Gespräche mit anderen Unternehmen, externen Dienstleistern und so weiter. Darauf lässt sich auch kein Einfluss nehmen.
  2. Channel Fist-Denkweise: In der Regel greifen in der gängigen Praxis für verschiedene Kanäle verschiedenen Prozessketten. So sieht beispielsweise die Prozesskette „Website“ wie folgt aus:
    Projekt und Budgetplanung –> Texte –> Produktinfo –> Bilder, Videos –> Design Program –> Test Live.
    Dabei spielen das Marketing, interne und externe Webdesigner, Programmierer, Fotografen, interne und externe Texter, Übersetzer, Produktmanager, Management und Webmaster-IT eine Rolle. Insgesamt sind dann Printinhalte, verschiedene Sprachen und Kanäle sowie die beteiligten Abteilungen bedeutend für die Prozesse. Und diese Prozesse werden anschließend für verschiedene Kanäle wie beispielsweise Print wiederholt, wodurch Silostrukturen entstehen.
    Um diese Silostrukturen zu durchbrechen ist laut Wilcsek ein Umdenken in Content Fist- und Channel Last-Denken erforderlich. Am Beispiel eines Online-Shops für Mode könnte das wie folgt aussehen: Zunächst wird Content in Form von Bildern, Texten, Produkten, Merkmalen, Videos etc. erstellt. Dieser Content wird mit allen wissenswerten Informationen wie Produktdaten, Datum, Autoren, Fotografen etc. angereichert und mit dem Kontext, in dem er auftritt, versehen. Dies ist dann auch für verschiedene Sprachvarianten nötig. Anschließend kann dieser Content, so wie er kategorisiert und mit Informationen versehen ist, besser genutzt werden, um schnell über verschiedene Kanäle ausgeleitet zu werden. So können die gleichen Informationen ohne großen Mehraufwand für Web, Mobile, Social als auch Print genutzt und in unterschiedlicher Weise aufbereitet werden.
  3. Technologie: Eine Voraussetzung, um diese Content First-Strategie umsetzen zu können, ist demnach die medianeutrale Speicherung sowie eine einheitliche Informationsstruktur. Erfolgt eine kanalneutrale Formatierung in einem XML-Editor, kann ein einzelnes Textdokument mehrfach verwendet werden. Um eine einheitliche Informationsstruktur zu schaffen, in der alle Inhalte und Kanäle miteinander vernetzt sind, bietet censhare laut Wilcsek die Basis anhand einer graphenbasierten semantischen Datenband sowie offener Standards wie XML, XLST und JScript.

„Unterschiede sehen – Revealing Differences“

Im Anschluss stellte Thomas Lucas-Nülle, Gründer und Vorstand der The Group of Analysts AG in seinem Vortrag „Unterschiede sehen – Revealing Differences“ einen neuen Lösungsansatz dar, um Kunden und Softwareanbieter deutlich schneller zueinander zu führen. Als Herausforderung für Unternehmen, um sich mit der Trackingwelt auseinander zu setzen, sieht er vor allem den Mangel an Zeit sowie die komplexen IT-Lösungen. Sein Unternehmen hat daher auf tgoa.de eine Übersicht entwickelt, welche Anbieter es in verschiedenen Bereichen wie Product Information Management (PIM), Media Asset Management (MAM), E-Commerce, Print Publishing, Content Management System (CMS), Marketing Resource Management (MRM), Multi Language Management (MLM) und Customer Relationship Management (CRM) gibt. The Group of Analysts erstellt für jedes Unternehmen ein Market Performance Wheel, in dem die Kernbereiche ISMC-Backend, Omnichannel, Enterprise Marketing Management und Ability to Execute bewertet werden. Dabei werden Beurteilungen von Kunden, die das System bereits genutzt haben, in der Bewertung berücksichtigt, da Rezensionen laut Lucas-Nülle heute mehr denn je Nutzer bei Kaufentscheidungen beeinflussen.

Live-Demo: Censhare am Beispiel eines Mode-Online-Shops

Nach einer kurzen Kaffeepause erfolgte schließlich eine Live-Demo der Censhare AG. Am Beispiel eines Online-Shops für Mode stellte das Presales-Team die Funktionen der Software vor. Einige Beispiele: Im Dashboard lassen sich verschiedene Stores, Niederlassungen, der Lagerbestand (was ist produzierbar? Was ist versandt? Was ist bestellt?), der Marketingplan sowie verschiedene Aufgaben wie „Newsletter erstellen“ erstellen und verwalten. Auch verschiedene Zielgruppen sowie Bilder, Videos, Texte, die extra für die Medien zur Verfügung gestellt werden, lassen sich verwalten. Einzelne Kampagnen können erstellt, bearbeitet und verfolgt werden und Produkte kategorisiert, bearbeitet und verschiedenen Kanälen zugeordnet werden. So ist es möglich, eine Aufgabe „Produkte freigeben“ zu erstellen und gewissen Mitarbeitern zuzuordnen, die diese Aufgabe dann auszuführen haben. Auch Vorschläge, dass ein bestimmtes Produkt beispielsweise für die Facebook-Seite des Unternehmens gut geeignet ist, lassen sich erstellen und bestimmten Kollegen oder Abteilungen zuweisen. Auch Preise, Aktionspreise, ähnliche Produkte, Pflegehinweise zum Artikel sowie weitere Produktinformationen lassen sich einfach verwalten und somit über verschiedene Kanäle einfach nutzen. Ebenso lassen sich zum Produkt passende Bilder, Videos oder 3D-Animationen verwalten.

Auch der Newsletter lässt sich direkt aus dem System erstellen. Wer ein Magazin erstellen möchte, kann zudem einfach ein Indesign-Template aus dem System auswählen und seine Produkte dort platzieren. Texte können zudem in verschiedenen Sprachen und bestehenden Übersetzungen verwaltet werden.

Allgemein gehalten bietet Censhare eine Software mit vielfältigen Funktionen, in der komplette Prozesse behandelt werden können. Zudem können Responsive Designs angezeigt sowie Likes und Kommentare vom Online-Portal im Back-End angezeigt werden. Außerdem lassen sich beispielsweise Produkte, die disliked sind, anzeigen, wodurch Unternehmen die Möglichkeit haben, auf solche, für die Kundenzufriedenheit wichtigen Punkte sofort zu reagieren.

Zudem lassen sich einzelne Kunden sowie Zielgruppen manuell anlegen und Mitarbeiter mit Angabe von Kontaktinformationen, Abteilung und Aufgaben verwalten. Auch das Anlegen von Unternehmens- und Abteilungszielen sowie persönlichen Zielen und das Messen des Fortschritts ist mit der Software aus einer Hand möglich.

Praxis-Erfahrungen mit Censhare: Vitra

Abschließend berichtete Detlev Linnenbrügger von der ENGN GmbH in über seine Erfahrungen mit der Einführung von Censhare beim Schweizer Möbel-Unternehmen Vitra. Demnach seien durch die Einführung von Censhare im Vergleich zu vorher eine signifikant höhere Effizienz in allen Prozessen, mehr Kreativität bei geringerem Umsetzungsaufwand, allgemein eine höhere Qualität, deutlich schnellere Arbeit auf allen Kanälen, eine hohe Rentabilität durch hohe Kostenersparnis und eine schnelle Amortisation der Investition die Folge gewesen. Aus seinen Erfahrungen gibt er Unternehmen und Marketing-Abteilungen den Tipp, möglichst wenige Systeme einzusetzen, Inhalte und Daten zu strukturieren, alle Kommunikationskanäle zusammenzustellen sowie über Abteilungs- und Ländergrenzen hinweg zu arbeiten.

Fazit

Unter dem Titel „Channel First – Content Last: Warum Ihr Marketing umdenken muss“ hätten ich und einige andere Teilnehmer auch ein wenig mehr aus dem Bereich (Content) Marketing erwartet. Der Fokus der Veranstaltung lag jedoch viel mehr auf dem Bereich Software(lösungen). Zwar konnte man erwarten, dass Censhare als Veranstalter seine Lösungen und Produkte vorstellt, ein wenig mehr Input aus dem Bereich Content-Marketing wäre für mich persönlich jedoch wünschenswert gewesen. Dennoch war es sehr interessant zu sehen, welche unterschiedlichen Funktionen die Software in einem System vereint. Alles in allem war es daher eine gelungene Veranstaltung mit interessanten Vorträgen in angenehmem Ambiente und leckerem Essen.

facebooktwittergoogle_pluslinkedinmail
Über den Autoren:
posted under Dies und Das

Email will not be published

Website example

Your Comment: